Games Sega

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Sega Konsolen & Sega Spiele

Sega wurde 1951 unter dem Namen SErvice GAmes of Japanvon den Amerikanern Bromley, Bromberg und Humpert in Tokio gegründet. Zunächst lag das Augenmerk auf dem Import von Münzspielautomaten für das US Militär.  Nach dem Zusammenschluss mit Rosen Enterprises handelte man mit diversen anderen mechanischen Geräten. 1968 erschien der erste erfolgreiche Spieleautomat mit dem Spiel Periscope. Dieser Arcadeautomat war weltweit ein Riesenerfolg und wurde in diverse Länder exportiert. Nach einigen Jahren des Erfolgs setzte 1983 jedoch der weltweite Videospiele-Crash auch Sega schwer zu. Durch verschiedene bahnbrechende Schöpfungen, wie z.B der Entwicklung des SG-1000, Segas erster Konsole für Privatverbraucher, konnte sich das Unternehmen letztlich jedoch am Markt halten.

 

Sega Master Sytem

Nachdem Sega bereits in Japan große Erfolge feiern konnte, veröffentlichen sie 1988 mit dem Sega Master System erstmals eine Konsole, die weltweit verkauft wurde und mit dem beispielsweise die bekannten Sega Spiele After Burner, Earthworm Jim, California Games etc. ihre Erfolge feierten. In Amerika erschien 1989 schließlich das Sega Mega Drive, welches dort aus Rechtsgründen unter dem Namen Genisis zu erwerben war. Kurz vor der Veröffentlichung leitete man eine beispiellose Marketingkampagne ein (Preissenkungen, Bundleverkauf mit dem Spiel „Sonic the Hedgehog“ etc.), welche dazu führte, dass Sega sich auf dem amerikanischen Markt gegen Nintendo behaupten konnte und sich 50 % der Marktanteile sicherte.

 

Sega Mega Drive 

Wie heutzutage leider immer noch üblich, spielte Europa in diesem Geschäft wieder nur die zweite Geige. Erst zum beginnenden Weihnachtsgeschäft 1990 konnte man in Europa nun auch die neu entwickelte 16-Bit-Konsole Sega Mega Drive kaufen. Der Name Sega Mega Drive und das neue schnelle Igel Maskottchen Sonic the Hedgehog, welcher Alex Kidd, der bis 1990 Segas Maskottchen war, ersetzte, waren hierbei kein Zufall - mit diesen Schachzügen wollte man Schnelligkeit und Überlegenheit zum Ausdruck bringen, hatte man doch auch in Europa mit Nintendos Konkurrenzkonsole, dem Super Nintendo Entertainment System (SNES) zu kämpfen. Durch die zweijährige „Verspätung“ waren auch bereits viele Spiele für die Konsole entwickelt wurden. Das SEGA Mega Drive bot  durch die umfangreiche Spielebibliothek, bspw. mit den Spielen Sonic the Hedgehog, Streets of Rage, Shinobi oder auch Golden Axe den Spielern einen enormen Mehrwert, was dazu führte, dass das SEGA Mega Drive in Europa der erfolgreichste Vertreter seiner Generation wurde.

 

Sega Game Gear

1991 überlegte sich Sega nun auch den Handheldmarkt erobern zu wollen und warf mit dem Game Gear das Pendant zu Nintendos Game Boy auf den Markt. Auch hier wollte man Überlegenheit demonstrieren – hatte doch der Game Gear sogar schon ein Farbdisplay an Bord; auch die Soundausgabe war besser als beim Nintendo Game Boy oder dem Atari Lynx. Zudem waren coole Zusatzmodule wie ein TV Tuner erhältlich. Überlegen war dabei allerdings auch der Preis des Game Gears – war er doch mit 300 DM mehr als doppelt so teuer wie der Game Boy. Diese „Überlegenheit“ war vielen dann doch zu viel und so floppte der Sega Game Gear weitestgehend. Heutzutage haben viele Game Gear Video- und Tonprobleme. Sega verbaute damals minderwertige Kondensatoren, sodass diese heutzutage ausgetauscht werden müssen, um weiterhin spielen können. Passende Sega Game Gear Kondensatoren findest du in unserem Shop.

 

Sega Mega CD & Sega Mega Drive 2

1992 wurde für das Mega Drive, das CD-ROM-Add-on Sega Mega CD mit 3D-Fähigkeiten entwickelt, welches sich aber aufgrund des damaligen hohen Preises nicht oft verkaufte. Dementsprechend hat das Mega CD heute, aufgrund des Seltenheitsgrades, einen hohen Sammlerwert.  

1993 wurde mit dem Sega Mega Drive 2 ein Re-Design der Mega Drive Konsole auf den Markt gebracht, welche zum einen geringere Herstellungskosten aufwies und die Gamer somit die Konsole günstiger kaufen konnten – zum anderen aber auch eine noch schnellere Polygongrafik unterstützte und Sonic hier so richtig Gas geben konnte. Kurz darauf wurde mit dem Mega CD 2 auch eine deutlich billigere Version des Mega-CDs auf den Markt gebracht. 1994 wurde schließlich die Sega Saturn entwickelt, die sich anfangs zumindest in Japan gegen die neue Sony Playstation noch durchsetzen konnte. Bekannte Spiele für die Saturn waren Sega Ralley, Daytona USA oder Virtua-Fighter. Fast parallel dazu veröffentlichte man wiederum das Zusatzmodul 32X für den Mega Drive, welches aus der 32-Bit Konsole, ein 64-Bit Gerät machte. Durch fehlende Marketingmaßnahmen, einem überteuerten Preis und der „großen Freude“ der Gamer über den nun 3. riesigen Stromstecker am Gerät, floppte das 32X auch. Weltweit musste Sega zusehen, wie Sony immer weiter von dannen zog, was auch daran daran lag, dass für die Playstation wesentlich mehr Spiele erhältlich waren.

 

Sega Dreamcast

Die erste 128-Bit Konsole Sega Dreamcast, die 1998 in Amerika und 1999 dann in Europa veröffentlicht wurde, ist schließlich die letzte offizielle Spielekonsole von Sega. Besonders in Amerika war der Start sehr gelungen - es wurden mehr als 500.000 Geräte innerhalb der ersten zwei Wochen verkauft, was zum einen daran lag, dass zum einen Knaller Spiele wie Sonic Adventure oder Soul Calibur sofort verfügbar waren, zum anderen die Graphikausgabe super und der Controller eine Innovation war. Der Dreamcast Controller hatte z.B. Schultertasten oder auch 2 Expansion Slots, bei denen der Gamer bspw. Visual Memory-Speicherkarten einsetzten konnte. Durch den extra Bildschirm und die Knöpfe konnte man dann auch unterwegs spielen. Das i-Tüpfelchen der SEGA Dreamcast war das intergierte Internetmodem, mit welchem 1998 erstmals den Gamern die Möglichkeit eröffnet wurde miteinander zu chatten oder online zu zocken. Mit dieser Neuerung war Sega der Impuls Geber zur heutigen Online Gaming Welt.

Das Jahr 2000 war für die Dreamcast  schließlich besonders erfolgreich - damals wurden sie sogar die Verkaufszahlen des relativ parallel erscheinenden N64 übertroffen. Mit der Einführung bzw. den Neuerungen und den damit verbundenen Erfolg der Playstation 2 wurde jedoch das Ende der Dreamcast und damit auch vom angeschlagenen Unternehmen Sega eingeleitet. Daraufhin zog sich Sega nach und nach aus dem Konsolengeschäft zurück und produzierte fortan Software für Dritthersteller.

Zusammen mit dem Mega Drive, zählt die Dreamcast von allen Sega Konsolen bis heute zu den beliebtesten. Dies äußerst sich bspw. darin, dann noch heute in regelmäßigen Abständen sogenannte „Retro-Kompilations“ von unzähligen Mega Drive Spielen von Sega selbst veröffentlicht werden; aber auch von einigen Independent Labels Dreamcast Spiele entwickelt werden - dementsprechend auch heute noch zu kaufen sind. Auch der Sega Game Gear steigt bei Sammlern stetig im Wert – ist es doch schwer ein voll funktionstüchtiges Gerät zu ergattern. Meist müssen jedoch nur die Kondensatoren ausgetauscht werden und schon kann losgezockt werden.

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