Games Panasonic / Goldstar

3DO Konsole und 3DO Spiele (Panasonic / Goldstar)

In der heutigen Zeit kennen viele das Unternehmen 3DO nur noch als mittlerweile insolventen Spielehersteller. Vor rund 20 Jahren war das anders. Angestachelt durch die Nintendos guten Verkaufszahlen wollte auch die 3DO-Company etwas vom Gaming Kuchen abhaben. 1993 wagte das Unternehmen den Versuch eine eigene Spielekonsole zu veröffentlichen - die gleichnamig benannte Konsole „3DO Interactive Multiplayer“. Über die Vergabe von Lizenzen an diverse Hersteller wollte man eine möglichst hohe Streuung der Konsole gewährleisten und die eigenen Produktionskosten gering halten. Es gab diverse Interessenten für den Bau der 3DO. Die bekanntesten heute sind Panasonic und Goldstar. Diese Beiden waren dafür verantwortlich, dass die 3DO auch in Europa erschien. Auf den ersten Blick war die Konsole sehr fortschrittlich – so setzte sie schon auf die CD-ROM anstatt auf Module, wie bspw. noch Nintendo; auch eine 3D Grafik stellte für die 3DO kein Problem dar, ebenso bot die 3DO viele Multimedia Features (Photo-CD, MPEG, etc). Diese Innovationen waren zu jener Zeit aber auch recht teuer und hatten sich weltweit noch nicht durchgesetzt. Genau das wurde der 3DO auch zum Verhängnis. Aufgrund des daraus resultierenden extrem hohen Preises (700 Dollar bzw. ca. 1000 DM) fand die Spielekonsole nur wenige Abnehmer. Wie es der Teufel so will, sprangen dadurch wiederum nach kurzer Zeit die Spielehersteller wie bspw. Electronic Arts oder Capcom ab, obwohl sie schon zuvor einige gute, noch heute bekannte Spiele erstmalig für die 3DO entwickelt hatten. Need for Speed bspw. ist heute noch weltbekannt – wer weiß, ob wir dieses Spiel heute kennen würden, ohne die Entwicklung der 3DO.

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